Zeitungsausschnittsammlung Trend/Profil-Archiv

 

Wichtiger Hinweis: Das Trend/Profil Archiv enthält keine Artikel der beiden Zeitschriften, sondern ausschließlich Recherchematerial für deren Redakteure!

 

von Albert Müller

 

Anlässlich der Übersiedlung der Redaktion des profil vom Kurier-Haus in die neuen Räumlichkeiten im Dritten Wiener Bezirk war geplant, das sogenannte Trend-profil-Archiv zu "entsorgen". Verantwortungsbewusste Mitarbeiterinnen kontaktierten das Institut für Zeitgeschichte, ob Interesse bestünde, diese Materialien zu übernehmen und zu bewahren. Die Österreichische Gesellschaft für Zeitgeschichte suchte und fand daraufhin eine Möglichkeit zum Transport des umfangreichen Archiv in das Institut für Zeitgeschichte.

Das Trend-profil-Archiv wurde - die ursprünglichen Organisationsprinzipien befolgend - wieder aufgestellt und ist relativ leicht benutzbar.

Das Trend-profil-Archiv ist kein Archiv im archivwissenschaftlichen Sinn, sondern die besteht aus den Materialien, die von der Abteilung Dokumentation des trend-profil-Verlages systematisch gesammelt wurden. Dabei handelt es sich vor allem um Zeitungsausschnitte.

Die Ordnung dieser Sammlung ist relativ klar: alphabetische Mappen zu Personen, zu Sachbezügen und zu Institutionen, Organisationen und Firmen einerseits, chronologische Sammlungen zu Sachbezügen andererseits.

Die Abteilung Dokumentation, die zeitweise fünf MitarbeiterInnen beschäftigte, bestand seit 1970 und verlor seit der Mitte der 1990er Jahre, als elektronische Medien zunehmend genutzt wurden, zunehmend an Bedeutung und wurde auch Gegenstand von internen Einsparungen. Dennoch wurde das Archiv intern bis zuletzt genutzt.

Der Bestand ist nahezu vollständig. Nur selten finden sich Entlehnscheine, ausgestellt von den journalistischen MitarbeiterInnen über behobene und nicht zurückgestellte Mappen, welche einen Hinweis auf kleinere Verluste bieten.

Für den Zeitraum von ca. 1970 bis ca. 1995 bietet das Trend-profil-Archiv hervorragendes Material für die österreichische Geschichte in all ihren Facetten, darüber hinaus zur europäischen Geschichte und zur Geschichte des Mittleren Ostens.

Um allfällige Mißverständnissse auszuschließen ist festzuhalten, dass der Bestand keine Dokumente enthält, die durch Recherchen aus der journalistischen Arbeit der beiden Magazine zustande kam.